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Discival 2023 – Nachbericht

Dieses Jahr gab es schon das 11. Discival, diesmal mit 13 Teams und einem hohem Niveau durch das gesamte Feld!

Am Samstag wurden in 2 Pools die Vorrunden ausgespielt. Dabei spielten der A-Pool (7 Teams) und der B-Pool (6 Teams) jeweils bis 21 Punkte.

Am Sonntag begann der Tag dann mit Self Caught Flight. Traditionell bietet das Discival immer auch einen anderen Scheibensport an, zB Accuracy, Kanjam oder wie dieses Jahr Self Caught Flight. Allerdings war die Resonanz dieses Jahr ausgesprochen gering (nur jede 3. Teilnehmer*in hat beim SCF teilgenommen), da werden wir im nächsten Jahr nochmal in uns gehen. Gewonnen hat es überraschenderweise Nils Drescher aus Bielefeld, der wenig SCF-Erfahrung, aber offenbar viel Gespür für den Wind hat, mit 7,53 Sekunden zwischen Abwurf und einhändigem Catch.

Ab Mittag folgten dann die Platzierungsspiele (2 Gewinnsätze, bis 15 Punkte), bei der die Gewinner aus dem A-Pool gegen die Zweitplatzierten aus dem B-Pool spielten (und analog dazu 3 gegen 4). Für die unteren Plätze wurden die in den Vorrunden nicht gespielten Begegnungen zwischen den 5 Teams noch ausgespielt. Für die Endplatzierung galt dann die Bilanz aus allen Begegnungen.

Gewonnen haben die Favoriten, das starke auch international spielende Team aus Malte Berghäll und Marc Pestotnik. Die zweitplatzierten Ingo Heidenfelder und Utz Spaeth hatten der spielerischen Klasse ihrer Gegner nicht genug entgegenzusetzen. Die Gesamtplatzierung ist wie folgt:

  1. ? Marc Pestotnik & Malte Berghäll
  2. ? Ingo Heidenfelder & Utz Spaeth
  3. ? David Syring & Jan Müller
  4. Mark Püttmann & Amrei Zinne
  5. Udo Kern & Thomas Kern
  6. Hans Krens & Michiel van de Leur
  7. Nils Drescher & Stefan Böhme
  8. Jana Gehlken & Martin Höser
  9. Florian Schirmbeck & Heiko Surmann
  10. Lars Senska & Lutz Popp
  11. Pelo zur Mühlen & Felix Wegner
  12. Annette Georgi & Janis Jäger
  13. Klaus Sumowski & Sven Jansen

Das Discival war bereits im letzten Jahr ein C-Turnier (200 Punkte für den ersten Platz), da es das älteste und bedeutendste Turnier in Deutschland darstellt. Im nächsten Jahr wird es am 24.+25.08.24 stattfinden.

Am Freitag lief noch das Preplay-Event, das im Übrigen Marc Pestotnik und David Syring auf dem geteilten ersten Platz nach Hause fahren konnten, gefolgt von Utz Spaeth und Thomas Kern auf dem geteilten dritten Platz.


Wie immer war vor allem die Atmosphäre beim Turnier ein absoluter Traum. Dieses große DDC-Ereignis zieht fast alle deutschen Spieler*innen an, sodass Menschen aus Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen dabei waren, und auch wieder ein internationales Team aus den Niederlanden.

In diesem Jahr hat die DDC-Abteilung des DFV bei allen Turnieren eine Spiritwertung eingeführt, um Erfahrungen damit zu sammeln. Die Spirit-Sieger beim Discival waren Pelo zur Mühlen und Felix Wegner!

Die Auswertung zum Einsatz der Spiritwertung findet beim Novembertreffen der Abteilung statt. In jedem Fall ist der Spirit auch in diesem Jahr wieder hoch gewesen. Szenenapplaus des gegnerischen Teams nach tollen Aktionen (dieses Jahr zweimal im Turnierspiel ein erfolgreicher Triple-Tip!), gütliche Einigungen bei unklaren Situationen (Double oder Endangerment? Sagen wir 1 Punkt!) und ein freundlicher Umgangston prägen das Bild in der Bielefelder Radrennbahn genauso wie bei allen anderen deutschen Turnieren.

Wie jedes Jahr ein Blick auf die Statistik:

In orange die gewonnen Punkte an diesem Wochenende (Preplay und Hauptturnier).

Die gewonnen Punkte sind oft etwas verwirrend, da für die Weltrangliste nur die 10 besten Turniere zählen – insofern können durch die beiden Turniere des vergangenen Wochenendes bei verschiedenen Menschen unterschiedlich wertvolle andere Turniere aus den Top 10 fallen, sodass zB Lars Senska weniger Punkte dazugewinnt als Lutz Popp, obwohl beide zusammen angetreten sind und nur beim Hauptturnier mitgespielt haben: Für Lars fiel ein schon ziemlich gutes Ergebnis aus den Top 10 raus, für Lutz ein weniger wertiges Ergebnis.

In der deutschen Reihenfolge auf der Rangliste bewegt sich erst nach dem Treppchen etwas: Amrei Zinne erklettert die 4, Udo Kern und Thomas Kern springen auf die 7 und 8:

Noch interessanter ist die Entwicklung der internationalen Plätze:

Hier machen Marc Pestotnik und Utz Spaeth einen großen Satz nach vorn (Marc springt in die Top 25). Im unteren Bereich ist insbesondere David Syring zu bemerken – da er insgesamt erst 9 Turniere gespielt hat, zählen seine beiden guten Platzierungen vollumfänglich in seine Punkte, entsprechend im Sauseschritt düst er empor.