Beim letzten Treffen der DDC-Abteilung des DFV am 05.08.26 wurde ein personeller Wechsel entschieden: Die Abteilungsleitung übernahm zum 06.08.26 Stefan Böhme aus Braunschweig und löst damit den langjährigen Abteilungsleiter Jan Müller ab. Jan Müller verbleibt als erweiterter Vorstand im DFV für den Bereich DDC.
Stefan Böhme (TSV Schapen) engagiert sich seit Jahren im Verein für den Frisbeesport, und seitdem er 2022 in einem Workshop DDC näher kennenlernen durfte, auch für Double Disc Court. Besonders auffällig ist das Engagement in der Jugendarbeit – in diesem Jahr wurde in Braunschweig ein DDC-Jugendturnier angeboten, und regelmäßig wird auch beim Training auf einem kleineren Feld mit Kindern gespielt.
Für die Zukunft gibt es damit gewissermaßen eine Doppelspitze: Jan Müller wird sich auf die Aufgaben rund um den DFV konzentrieren, also Koordination mit Landesverbänden und Einbettung des Sports in die übergeordneten Strukturen, während Stefan Böhme die Ausgestaltung des Spielbetriebs und die Koordination mit den Ortsgruppen betreuen wird.
Jan und Stefan freuen sich auf die Zusammenarbeit!
Aufgrund der Urlaubszeit gab es leider nicht die Gelegenheit, zwischen diesen beiden Turnieren etwas zum Stand der German Tour zu zu schreiben, aber dafür gibt’s jetzt gleich alles auf einmal!
Mit dem Ergebnis aus Berlin konnte sich Marc Pestotnik mit dem zweiten Platz an die Spitze der German Tour setzen, was sich nach dem Sieg in München bei der Deutschen Meisterschaft noch weiter zementiert hat. Dadurch rutschte Niclas Biste, bis dato auf Platz 1, weiter ab auf Rang 2 (in Berlin nur Platz 5). Nach der Deutschen Meisterschaft in München und einem weiteren 5. Platz konnte sich Mark Püttmann (Platz 2 in München) auf den zweiten Platz vorkämpfen, sodass das Treppchen (und das weitere Feld) sich momentan so darstellt:
Platzierung
Name
Punkte
1
Marc Pestotnik
72.9
2
Mark Püttmann
72.7
3
Niclas Biste
70.5
4
Jan Müller
65.9
5
Utz Spaeth
65.2
6
Lars Senska
59.3
7
Marc Blumentritt
55.9
8
Amrei Zinne
52.0
9
Gerrit Warnking
38.1
10
Martin Höser
36.8
11
Malte Berghäll
36.3
12
Pelo zur Mühlen
35.3
13
Jana Gehlken
34.3
14
Ingo Herking
32.8
15
Stefan Böhme
27.1
16
Peter Wattendorff
25.8
17
Li Johannsen
17.9
18
Tobias Krasnodembski
16.1
19
Arne Nolte
13.3
20
Milla Kottmeier
8.4
21
Lou Nolte
6.5
Deutlich zu sehen, dass die Platzierung im oberen Bereich außerordentlich knapp ist und sich beim noch ausstehenden Discival noch einiges ändern kann. Nach aktuellen Anmeldezahlen ist beim Discival jeder Rang einen Unterschied von 2,5 Punkten wert – wenn das Ergebnis eines Spielers / einer Spielerin also hoch genug ist, um ein anderes Turnier zu verdrängen (die besten 3 Turniere kommen in die Wertung), könnte es um genau diese Unterschiede gehen!
Spaßeshalber hier die bisherigen Punktwerte der Turniere der Top-Platzierten (in fett die jetzt zählenden 3 besten Turniere, unterstrichen das Turnier, das überboten werden muss um sich zu verbessern).
Name
Punkte (25.0 = Gewonnen)
Marc Pestotnik
22.9 / 25.0 / 22.7 / 21.9 / 25.0
Mark Püttmann
0.0 / 20.0 / 25.0 / 25.0 / 22.7
Niclas Biste
25.0 / 25.0 / 15.9 / 12.5 / 20.5
Marc und Mark brauchen einen Sieg, um ihre Platzierung zu verbessern – ein zweiter Platz beim Discival gibt 22.5 Punkte, das hilft den beiden nicht. Für Niclas wäre ein zweiter Platz eine Verbesserung um 2 Punkte, damit bliebe er 0.2 Punkte hinter Mark Püttmann, aufgrund der eigenwilligen Punktberechnung eines Discivals: Mit steigendem Teilnehmerfeld reduziert sich der Abstand zwischen den Rängen, weil sich mehr Ränge im Bereich 0 bis 25 tummeln. Das wurde mal so entschieden, bei so knappen Ergebnissen kann man sich auch vorstellen, dass das nochmal diskutiert wird! Die Alternative wäre ein festes Abfallen (je 1 Punkt weniger für jeden Rang weniger), was fairer für die Top-Teams ist, aber unfairer für die niedriger platzierten Teams. Dann wäre ein 5. Platz immer 20 Punkte wert, egal ob 5 Teams angetreten sind oder 15.
So jedenfalls geht es beim Discival für den Sieg bei der German Tour einzig und allein um den ersten Platz – die Finals werden spannend!
Neues Turnier (in Braunschweig), neue Rangliste! Außerdem heißt das auch: neue German Tour-Reihenfolge und allererstes Jugendturnier, die Infos folgen zeitnah! Die Rangliste ging heute abend noch. 🙂
Die Vergleichszahlen waren direkt nach dem Münsteraner Turnier im März, dazwischen gab es aber noch zwei Overall-Events, nach denen ich nicht die Ranglistenveränderungen beleuchtet hatte, dadurch geht es für manche Leute ganz besonders steil bergauf! 🙂
Der 14. bis 17. Mai 2026 standen für die deutsche DDC-Community ganz im Zeichen des Bielefelder Himmelfahrtskommandos. Ursprünglich als Kompakt-Overall mit sieben Disziplinen geplant, entwickelten sich die Vorbereitungen während der letzten Tage vor dem Turnier ganz im Zeichen seines Namens. Die Wettervorhersage kündigte passend zu den Eisheiligen größtenteils einstellige Temperaturen mit Wind und kräftigem Regen an. Dazu kam drei Tage vor dem Turnier der krankheitsbedingte Ausfall der lokalen Orga, sodass das gesamte Wochenende kurzzeitig am seidenen Faden hing. Durch die allgemeine Vorfreude motiviert, übernahm jedoch spontan der Hamburger DDC-Pod aus der Ferne die Rolle der Hauptorga. Durch die große Bereitschaft der weiteren Teilnehmenden mit Flipchart, Courts, Getränken und ganz viel Spirit ihren Teil beizutragen, konnte zu Beginn am Freitag das DDC-Turnier im geplanten Quing-of-the-Court-Format stattfinden. Zusätzlich belohnte der Wettergott die gemeinsamen Bemühungen mit trockenem Wetter und sogar Sonnenschein.
Mit entsprechend guter Laune begannen die Spiele und es entwickelte sich ein von Anfang an spannender Wettbewerb, besonders durch die neue Zusammensetzung der Teams nach jedem Spiel. Durch den (sowohl geplanten als auch ungeplanten) Ausstieg von zwei Teilnehmenden im Verlauf der Spiele war bei der Gestaltung des Spielplans auch weiterhin laufend Organisations- und Improvisationstalent gefragt, doch auch diese Herausforderung wurde gemeinsam gemeistert. Dabei hielten sowohl das Wetter als auch die gute Laune und am Nachmittag konnten schließlich die Gewinner gekürt werden.
Nach Abschluss aller Spiele ergab sich folgendes Ranking:
Ingo (Münster)
Felix (Münster)
Utz (Berlin) + Marc B. (Braunschweig)
Martin (Hamburg) + Lars (Bielefeld)
Arne (Bielefeld)
Jana (Hamburg)
Peter (Münster)
Lina (Münster) + Lou (Bielefeld)
Milla (Münster)
Amrei (Bielefeld)
Herzlichen Glückwunsch an Ingo, den King of the Court, vor Felix auf Platz zwei sowie Utz und Marc B. auf dem geteilten dritten Platz. An dieser Stelle endete der DDC-Teil des Turniers, für ein reduziertes Teilnehmendenfeld standen mit MTA und Accuracy (direkt im Anschluss) sowie Discgolf (Samstag) noch weitere Wettbewerbe an.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden für eine großartiges Wochenende, das wir bestimmt alle in Erinnerung behalten werden.
Die Weltrangliste hat nach dem HOF:FEST in Hamburg ein Update erfahren, und zwar folgendes:
Niclas Biste hat nun seine 10 Turniere voll und hat damit verdient seinen Weg in die Top 5 gefunden! Viele seiner Turniere sind noch aus seiner Anfangszeit, sodass sicherlich in den nächsten Monaten noch weitere gute Punktplatzierungen entstehen werden.
Amrei Zinne, beste weibliche Spielerin der Weltrangliste, rückt mit dem dritten Platz in Hamburg auf Platz 8 der deutschen und Platz 35 der internationalen Rangliste vor und ist damit 7 Punkte vor der zweitplatzierten Frau, Diana Elsner aus den USA.
Das zweite Turnier der German Tour ist gestern gelaufen, und zwar im Rahmen des HOF:FESTs in Hamburg (HOF steht für Hamburg Overall Frisbee, denn am Samstag gab es DDC, am Sonntag dann noch Discathon und Accuracy). Beim DDC sah das Treppchen wie folgt aus:
Die German Tour hat damit momentan folgenden Stand (angegeben sind die kumulierten Punkte, wer nicht spielt, bekommt also keine Punkte dazu). Die Spielenden, die bereits zwei Turniere gespielt haben, sind hevorgehoben.
RANG
NAME
Turnier 1
Turnier 2
1
Niclas Biste
25.0
50.0
2
Marc Pestotnik
22.9
47.9
3
Lars Senska
20.8
43.3
3
Utz Spaeth
20.8
43.3
5
Amrei Zinne
22.9
42.9
6
Malte Berghäll
18.8
36.3
7
Gerrit Warnking
16.7
26.7
8
Martin Höser
10.4
25.4
9
Jan Müller
25.0
25.0
10
Jana Gehlken
10.4
22.9
11
Mark Püttmann
//
20.0
12
Ingo Herking
14.6
19.6
13
Marc Blumentritt
2.1
17.1
14
Peter Wattendorff
16.7
16.7
15
Stefan Böhme
2.1
14.6
16
Tobias Krasnodembski
6.3
13.8
17
Lina Johannsen
8.4
13.4
18
Pelo zur Mühlen
12.5
12.5
19
Milla Kottmeier
8.4
8.4
20
Lou Nolte
4.2
4.2
20
Arne Nolte
4.2
4.2
Grafisch schön zu sehen: Jetzt zu Beginn der Tour passiert natürlich noch sehr viel, es verändert sich eine Menge in der Rangliste. Niclas Biste ist mit zwei ersten Plätzen denkbar stark gestartet, man darf gespannt sein ob im Verlauf noch andere Spielende zwei erste Plätze in die Waagschale werfen können werden.
Am vergangenen Wochenende hat die Saison begonnen, nämlich mit dem Scheibenerwachen in Münster! Gleichzeitig beginnt damit auch die German Tour.
Im Vergleich zur Woche vor dem Turnier ergeben sich folgende Verschiebungen auf der Weltrangliste (nur Top 200).
Diese Darstellung werde ich in diesem Jahr nach jedem Turnier so veröffentlichen, ich finde das bei anderen Sportarten immer sehr fancy. 🙂
German Tour
Die folgenden Spieler*innen haben sich für die German Tour angemeldet (Nachmeldungen sind natürlich möglich, manche starten vielleicht ihre Saison nicht in Münster):
Rang
Name
Punkte
1
Niclas Biste
25.0
1
Jan Müller
25.0
3
Amrei Zinne
22.9
3
Marc Pestotnik
22.9
5
Lars Senska
20.8
5
Utz Spaeth
20.8
7
Malte Berghäll
18.8
8
Peter Wattendorff
16.7
8
Gerrit Warnking
16.7
10
Ingo Herking
14.6
11
Pelo zur Mühlen
12.5
12
Jana Gehlken
10.4
12
Martin Höser
10.4
14
Lina Johannsen
8.4
14
Milla Kottmeier
8.4
16
Tobias Krasnodembski
6.3
17
Lou Nolte
4.2
17
Arne Nolte
4.2
So viel erstmal zu den Daten dieses Jahr! 🙂 Der Nachbericht zu Münster kommt dann vielleicht nochmal separat mit ein paar Bildern, aber vermutlich erst nach den Osterferien.
Die German Tour 2025 ist mit dem 6. Turnier in München zu Ende gegangen, und gewonnen haben mit einer beeindruckenden weißen Weste Malte Berghäll und Marc Pestotnik auf der gemeinsamen 1, gefolgt von Ingo Heidenfelder auf dem 3. Platz. (Hinweis: Malte und Marc sowie Utz und Lars teilen sich eine Position, daher ist dort am Ende nur ein Strich zu sehen. Ähnlich ist es bei Udo und Thomas oder Jana und Martin, die die ersten 4 bzw. 5 Turniere gemeinsam angetreten sind).
Leider steht diese Leistung ja erst nach Ende der German Tour fest, ich denke beim ersten Turnier im neuen Jahr muss da nochmal ein Tusch her. Dennoch an dieser Stelle etwas digital kühl: Herzlichen Glückwunsch!
Die Grafik oben zeigt die Entwicklung der Rangliste nach jedem Turnier, aber kumulativ: nach jeder Runde ging es um die 3 besten Turniere, die hier die Punkte liefern (außer natürlich man hat erst 1 oder 2 Turniere, dann ist das Grundlage für die Rangreihe) – das ist teilweise nicht ganz einsichtig, weil manche Leute ein Turnier in der Mitte vielleicht gar nicht gespielt haben, dann rutschen sie natürlich direkt ab. Bei Niclas Biste und Utz Spaeth fehlt der erste Wert, weil sie erst beim zweiten Turnier eingestiegen sind. Außerdem sind hier nur Personen dargestellt, die ihre 3 Turniere überhaupt voll bekommen haben – wenn du das hier liest und dich wunderst, wieso du fehlst: vermutlich hattest du weniger als 3 Turniere und qualifizierst dich daher nicht für die German Tour.
Was man aber sieht, sind die doch häufigen Veränderungen in der Rangliste, da waren viele spannende Kämpfe drin!
Rückblick auf die erste offizielle German Tour
Zeit für ein Fazit. Das Ziel der German Tour war ja, einen Anreiz für die Teilnahme an möglichst vielen Turnieren zu setzen. Nun haben über diese Saison 16 Personen an mindestens 3 Turnieren teilgenommen, das ist, gemessen an den 59 Teilnehmenden an allen Turnieren insgesamt, nur ein gutes Viertel.
Andererseits haben mich schon öfter Leute gefragt, ob die Ergebnisse schon online sind, einen gewissen Reiz hatte dieser Wettbewerb also offenbar.
Für die nächste Saison habe ich schon die Auswertungsdateien etwas verbessert, es wird dann leichter sein, zügig die Grafiken zu liefern, theoretisch auch schon direkt zum Ende des Turniers – das würde ich gern probieren, um einen gewissen Hype zu erzeugen bei den Turnieren. Diese Saison fand die Tour hauptsächlich virtuell statt – ich glaube, wer das verfolgt hat, hatte auch Spaß daran, aber wenn wir diesen Spaß auf die Sportplätze bekommen, ist es noch besser!
Darüber werden wir in der DDC-Abteilung sicher beim nächsten Treffen auch nochmal sprechen.
Übersicht
Hier noch zum Abschluss einmal die einzelnen Platzierungen der Teilnehmenden (also nicht kumulativ für die Tour, sondern die Plätze bei jedem Turnier):
So, 5 Turniere sind gespielt, es kommt nur noch eins! Die German Tour hatte schon zwei Sommersieger, aber wie geht die Rangreihe weiter?
Rang
Name
Beste 3
VeränderungRang
1
Malte Berghäll
75,0
±0
1
Marc Pestotnik
75,0
±0
3
Ingo Heidenfelder
68,4
±0
4
Niclas Biste
67,3
±0
5
Mark Püttmann
61,9
+5
6
Udo Kern
59,6
+1
7
Utz Spaeth
59,5
+2
7
Lars Senska
59,5
-1
9
Thomas Kern
57,3
-2
10
Jan Müller
52,4
-1
11
Amrei Zinne
40,6
+2
12
Stefan Böhme
34,9
-1
12
Marc Blumentritt
34,9
-1
14
Florian Schirmbeck*
23,9
+3
15
Felix Karisch*
23,4
+6
16
Pelo zur Mühlen*
21,3
-2
17
Jana Gehlken
21,1
-2
17
Martin Höser
21,1
-2
19
Heiko Surmann*
18,9
2
20
Lutz Popp*
17,1
-3
Es hat sich noch einiges getan in der Rangreihe! Ich habe nun alle Teilnehmenden, die erst 2 Turniere in der Wertung haben, mit einem * gekennzeichnet – diese Personen haben in München noch die Chance, große Sprünge nach oben zu machen!
Am vergangenen Wochenende fand in Bielefeld die erste Deutsche Meisterschaft im DDC-Frisbee seit 1993 statt! Ein sehr besonderer Moment in der Geschichte unseres Sports, und der Beginn einer neuen, intensiven Zeit: Die DDC-Abteilung hat entschieden, dass von nun an regelmäßig eine Deutsche Meisterschaft stattfindet: jedes Jahr wird eine Stadt ausgewählt, in der sie ausgetragen wird.
Dieses Jahr war das Bielefelder Discival der gewählte Ort. 11 Teams sind angetreten um die deutschen Meister:innen zu finden. Bevor ich die Ergebnisse verrate, mag ich noch kurz den Kontext ausmalen:
Die Art und Weise, wie wir Turniere gestalten und in welchem Geist die Spiele ablaufen, ist das Produkt einerseits unserer Geschichte im DDC, denn wir gestalten schon seit 13 Jahren Turniere, bei denen wir etabliert haben, wie man miteinander umgeht, wie neue Spielende empfangen werden und wie man sich auf dem Feld verhält. Darüberhinaus stehen auch wir in der Geschichte des Spirit of the Game, der im Frisbeesport einfach einmalig ist. Und genauso habe ich das Turnier auch erlebt: Auch bei der Intensität einer Deutschen Meisterschaft waren alle Spiele fair, der Ton blieb freundlich auch bei Diskussionen um Doubles oder Winkel-Calls, und das finde ich großartig.
In der ARD-Mediathek gibt es momentan eine sehr sehenswerte Dokuserie über Schiedsrichter im Fußball, und ein Takeaway für mich war ganz klar, dass ich unendlich froh bin dass bei uns niemand „Ey Ey Ey, weg jetzt!“ schreien muss, um eine Entscheidung durchzusetzen. Völlig verrückt wie normal das im Fußball (und anderen Sportarten) ist, dass strittige Situationen lautstark und mit viel Wut zu klären versucht werden. Ich bin sehr dankbar, wie wir das machen, und das ist ein genau so großer Erfolg unseres Sports wie das Erreichen von jährlich stattfindenden Meisterschaften.
Nun aber die versprochenen Ergebnisse: Die neuen deutschen Meister sind erwartungsgemäß, aber doch nach einigen knappen Spielen:
Malte Berghäll (TuS Ost Bielefeld, links im Bild) und Marc Pestotnik (Pfeffersport Berlin)!
Hier die kompletten Ergebnisse:
Malte Berghäll & Marc Pestotnik
Ingo Heidenfelder & Mark Püttmann
Utz Spaeth & Lars Senska
Udo Kern & Jan Müller
Thomas Kern & Felix Karisch
Niclas Biste & Amrei Zinne
Heiko Surmann & Florian Schirmbeck
Tobias Krasnodembski & Leif Junius
Martin Höser & Jana Gehlken
Arne Nolte & Lou Nolte & Lutz Popp
Peter Wattendorff & Ingo Herking
Einige Besonderheiten gibt es zu berichten:
Nach der Vorrunde wurde in drei Pools gespielt: 1-4, 5-8 und 9-11. Die beiden oberen Pools haben Halbfinale und Finale gespielt, der untere Pool nochmal alle Begegnungen untereinander. Insofern sind die Plätze 1, 5 und 9 Sieger ihrer Pools.
Aufgrund einer Erkrankung war Lutz Popp ohne Spielpartner – das Team von Arne und Lou Nolte hat sich aber bereit erklärt, ein Dreierteam zu bilden. Ich als Turnierdirektor war hier zunächst skeptisch… Wir hatten das schonmal, und dann wurde während eines Spiels gewechselt, möglicherweise aufgrund von Erschöpfung oder Passung mit dem Gegner, und das ist nicht so richtig fair… Wir haben jetzt als Regeln vereinbart, dass ein Spiel komplett von den gleichen Sportler:innen bestritten wird, und alle Teams haben das Recht, aus dem Dreierteam die Gegner auszuwählen (oder auf eine Wahl zu verzichten, was für höher gesetzte Team der Normalfall sein sollte). Außerdem wäre bei einer Verletzung eines Spielers das komplette Team ausgeschieden, da sonst wieder ein unfairer Vorteil entstehen würde – alle anderen Teams haben ja keine Auswechselperson!
Mit diesen Ausgestaltungen passte es gut, und mittlerweile überwiegt für mich die Freude, dass auch an dieser Stelle so eine sportliche Haltung da ist: wir wollen spielen, also ermöglichen wir durch solche Regelungen selbst bei einer DM die Teilnahme aller, die mitmachen wollen!
Das Team von Leif Junius (17 Jahre) und Tobias Krasnodembski (14 Jahre) vom TSV Schapen (Braunschweig) hat mit diesem Turnier erst ihr zweites bzw drittes Turnier bestritten. Für ein so – im doppelten Sinne – junges Team finde ich das Erreichen des mittleren Pools eine tolle Leistung! Das Niveau der Spielzüge und die immense Entwicklung seit dem letzten Turnier wurden mehrfach lobend erwähnt!
Einige Spieler und Gäste hatten Kinder dabei, und ich fand das zum Einen ganz zauberhaft (Sportveranstaltung als Familienzeit scheint mir viel schöner als Sportveranstaltung als Saufen oder Schreien), und zum Anderen waren so viele frisbeebegeisterte Kinder da, dass die Idee eines Jugendturniers aufgekommen ist – immerhin gibt es eine eigene Rangliste für Menschen unter 18, die bislang aus Deutschland nicht versorgt wurde! Sowohl in Münster wie in Braunschweig wie auch Bielefeld wächst aber vielversprechender Nachwuchs heran?! Dieses Vorhaben wird im Herbst beim Abteilungstreffen sicher besprochen.
Bildnachweis für alle Bilder des Beitrags: Peter Wattendorff