05 Jan

DDC Info-Postkarten

Damit den guten Vorsätzen in 2018 nichts entgegen steht (Mehr bewegen! Neues ausprobieren! Den besten Sport der Welt machen!), habe ich Postkarten drucken lassen, die DDC auf einfache Weise erklären.

Das Spiel ist ja eigentlich simpel, aber irgendwie erlebe ich viele Leute, die das mal ausprobiert haben, und es hat sich angefühlt wie paralleles Hin- und Herwerfen. Das ist natürlich Quatsch! Ich hab versucht, durch die Betonung der Doubles und den Tipp auf der Rückseite, dass man nicht so an den Grundlinien stehen soll, dazu beizutragen dass Menschen schnell zu dem kommen, was DDC so cool macht.

Falls ihr Interesse habt, ich teile gern die Druckdatei mit euch, falls ihr selbst drucken wollt, und im kleinen Stil kann ich euch auch gern ein paar Postkarten zuschicken.

01 Dez

Overall in Deutschland

Nachdem ich ja in Basingstoke sehr begeistert vom Overall-Turnier war (s. Berichterstattung), hatte ich schnell Bock, auch in Deutschland Overall zu veranstalten. Ich hatte den Eindruck, dass das mit ein paar Änderungen und ein bisschen Ehrgeiz alles an einem Wochenende machbar ist, vorausgesetzt man hat (a) genug Helfende und (b) nicht zu viele Teilnehmende.

Overall heißt ja: 7 Disziplinen werden gespielt, darunter drei zeitlich umfangreiche (DDC, Discgolf und Freestyle) und vier kleinere (Discathon, Accuracy, Distance und Self Caught Flight). Die Idee, damit das an einem Wochenende klappen kann, sieht so aus:

Samstag

  • Vormittag: Discathon / Distance parallel
  • Nachmittag: Discgolf
  • Abend: Freestyle

Sonntag

  • Vormittag: Accuracy / Self Caught Flight parallel
  • Nachmittag: DDC
  • Früher Abend: Siegerehrung

Momentan laufen die Planungen für ein solches Kompakt-Overall, und zwar am 12.+13.05.18 in Köln. Ich stehe diesbezüglich in engem Austausch mit Frisbee NRW als Schirmverband, sowie mit den Verantwortlichen in Köln.

Ich halte das für DDC-relevant, weil Overall-Turniere eine Gelegenheit sind, dass Leute DDC ausprobieren und kennenlernen können – in Basingstoke gab es einige Leute, die im Rahmen dieser Weltmeisterschaft das erste Mal eine DDC-Scheibe geworfen haben!

Ihr findet alle Infos dazu auf www.overallfrisbee.de – die Anmeldung wird erst gegen Ende des Winters möglich sein, wenn wir ganz genau wissen, wie alles abläuft und wir alle Rahmenbedingungen geklärt haben.

Insofern jetzt schonmal: Save The Date und natürlich Enjoy The Vorfreude!

25 Nov

Trainingsspiel: Front-Training

Neulich beim Training hat sich eine neue Übung entwickelt, die ich als Front-Training bezeichnen würde.

Laut Conrad Damon (Weltranglistenplatz 1!) sollte man bei der Annahme einer Scheibe im besten Falle die Position einnehmen, von der aus man sowohl noch gut zu der Position kommt, wo man die Scheibe sehr früh fangen oder tippen kann (🔵), wie auch zu jener, wo man möglichst spät fangen kann (🔴).

Daraus ergibt sich ein Dreieck, das man im Kopf haben sollte, zwischen der eigenen Position, dem frühesten Catch- bzw Tip-Punkt und dem spätesten Catch-Punkt. Zwischen den Catch-Punkten liegen oft bis zu 2 oder sogar 3 Sekunden, und man ahnt schon, diese Sekunden entscheiden zwischen Leben und Tod Escape und Double.

Die Übung ist ganz einfach. Person A wirft die Scheibe und ruft erst relativ spät Go! (Person B soll möglichst früh fangen), Tip!(Person B soll tippen) oder Melken! (Person B soll möglichst spät fangen).

Nicht zufällig nutzen wir für die Dreieck-Übung auch direkt die Kommandos, die im Spiel nützlich sind.

Bei in gerader Linie geworfenen Scheiben geht es für die fangende Person eher um eine Bewegung vor oder zurück, bei Kurven kommt das Dreieck deutlicher ins Spiel.

Ich finde das eine sehr sinnvolle Übung, denn sie trainiert das Scheibenlesen, die Reaktion auf Kommandos und die Skills, sowohl zu melken wie auch sich zu beeilen.

In einer Variante zu dritt oder mehr gehen die Scheiben einfach im Kreis, das übt dann zusätzlich noch, dass man seiner Scheibe nicht hinterher guckt… 😁

12 Nov

DiscJam

Ich glaube ja, DDC spricht eher Spieler*innen als Sportler*innen an: r es geht eher um die Freude, eine knifflige Situation clever aufgelöst zu haben als darum, schneller oder stärker als die Gegner zu sein. Das merkt man zB daran, dass man oft spontan klatscht, wenn der Gegner einen Escape schafft.

Insofern vermute ich, dass man eher Spiel-Begeisterte für DDC interessieren kann als Sport-Begeisterte. Also eben nicht beim Ultimate oder Volleyball fragen, sondern beim Siedler-Abend oder beim Zocken!

Vielleicht macht das auch andersrum Sinn, und DDCler freuen sich über gute Tipps zum zocken?

Vor einiger Zeit kam für die Playstation nämlich das schöne Spiel DiscJam raus, das ich sehr empfehlen kann. Es ist quasi wie DDC, aber statt zwei Scheiben gibt es nur eine, die dafür aber manchmal im Zickzack fliegt. Man spielt 1 gegen 1 oder 2 gegen 2, und insbesondere letzteres hat erstaunlich viel mit DDC zu tun.

Man kann sogar tippen – nicht um Zeit für den Partner zu schaffen, sondern weil der nächste Wurf dann ein Power-Wurf wird.

Viel Spaß dabei! 😃

05 Nov

Turniermodus: Systemspiel

Beim letzten Discival sprachen Hans und Michiel, unsere Gäste aus den Niederlanden, vom Schweizer System bzw. einer Variante davon, die nicht nur Begegnungen auswürfelt, sondern auch Paarungen für Teams – das ganze ist dann ein King/ Queen of the Court, bei der nicht alle Begegnungen ausgespielt werden müssen, weil die Zuordnung der Partner in jeder Runde schon eine Sortierung der Spieler*innen vornimmt.

Das führt zum Enien zu einer schnelleren Klärung, wer am besten ist, vor allem aber sehr flott zu Begegnungen auf Augenhöhe, was natürlich cool ist!

Ich bin, seit meiner Pen & Paper-Rollenspiel-Jugend, ein großer Freund von Tabellenkalkulation, und habe mal mein Glück versucht mit einer Tabelle, die dabei hilft – das ist nämlich relativ aufwändig zu betreuen. Zur besseren Übersicht hier einmal die Tour durch die Tabelle:

Setup

Zunächst werden alle Spieler*innen eingetragen, die mitmachen sollen, im besten Fall schon gerangreiht nach Weltranglistenplatz, schon gespielten Turnieren oder auch dem Ergebnis eines anderen Mini-Wettbewerbs an dem Tag, notfalls auch per Zufall. Es kommt relativ schnell die tatsächliche Platzierung raus.

Ich habe hier mal einige Spieler vom letztem Discival mit aufgenommen. Ihr seht, rechts wird direkt ein Rang berechnet, obwohl noch nicht gespielt wurde – das liegt daran, dass bei Gleichstand die Eingangsplatzierung zu Grunde gelegt wird.

Runde 1

Ich habe mal nach Gefühl Ergebnisse eingetragen:

Das Herzchen zeigt an, wer gewonnen hat.Ein Sieg gibt bis zu 3 Punkte: 1 Punkt für einen Sieg mit 1-2 Punkten Vorsprung, 2 Punkte für 3-5 Punkte Vorsprung, 3 Punkte für mehr als 5 Punkte Vorsprung. Eine Niederlage gibt die entsprechende Anzahl Minuspunkte.

Man kann in der Tabelle auch wählen, dass jeder Punkt Vorsprung auch einen Rangpunkt gibt, aber dann kann die erste Runde (wo die Paarungen noch ungleicher sind) mit großen Differenzen das ganze Turnier dominieren.

Heiko und Jan konnten in dieser Runde übrigens nicht spielen, weil wir für 3 Matches nicht genügend Leute hatten. Durch ihre null Punkte spielen sie in der nächsten Runde im Mittelfeld mit.

Runde 2

Jetzt wird die Runde 2 gespielt. Die Datei sortiert die Spieler jetzt gemäß ihrer Platzierung: Nils und Joscha sind durch ihren Sieg mit 4 Punkten ganz vorn, danach folgen Hans und Fabse. Dadurch ist automatisch klar, dass die Leute, die gerade noch ein Team waren, jetzt Gegner werden, weil immer Platz 1 und 4 gegen Platz 2 und 3 spielen:

In dieser Simulation konnten sich Joscha und Hans knapp gegen Nils und Fabse durchsetzen und sammeln einen Punkt. Dadurch ist Joscha jetzt auf dem ersten Platz.

Ergebnisse

Die Tabelle berechnet bis zu 8 Runden für bis zu 28 Spielern. Am Ende gibt es dann eine Tabelle für die Siegerehrung (die umso aussagekräftiger ist, je mehr Runden gespielt werden). Ich hab mal noch ein paar Runden simuliert, und am Ende gab es dann dies hier:

Einschränkungen

Das Turnierformat hat ein bisschen seine Tücken, und sowohl Turniermodus wie auch die Datei haben einige Einschränkungen, die man kennen sollte:

  • Das Schweizer System ist sehr gut darin, korrekt Spieler nach oben oder unten zu befördern (die besten landen oben, die schlechtesten unten), in der Mitte aber ist die Ordnung nicht ganz so perfekt, weil man mal Punkte gewinnt und mal verliert und so rund um 0 Punkte bleibt.
  • Das ganze Ding klappt deutlich besser, wenn die Anzahl der Spielenden durch 4 teilbar ist und niemand aussetzen muss. Es kann sonst passieren, dass Leute mehrmals aussetzen müssen.
  • Dies wird noch verschlimmert dadurch, dass die Datei das nicht ganz nach den Regeln macht: Eigentlich müssten die neuen Paarungen so gemacht werden, dass (a) die Leute, die nicht gespielt haben, auf jeden Fall spielen, und (b) niemals eine Begegnung zweimal vorkommt. Das ist im Falle von DDC gar nicht so einfach: Zählt der gleiche Partner? Oder der gleiche Gegner? Oder alles?
    Die Datei beachtet das jetzt gar nicht, sodass es bei vielen Runden zu Dopplungen kommen kann.

 

Abschließend bin ich sehr gespannt, das im Frühjahr mal auszuprobieren und freue mich über Rückmeldungen, wenn ihr das Ding benutzt. Man kann da sicher noch viel dran drehen: Gibt eine Niederlage noch zusätzlich einen halben Strafpunkt Abzug, sodass die Verteilung nicht exakt gespiegelt ist? Passt das mit dem System 1-3 Punkte, oder bräuchte man  noch eines, wo jeder Punkt zählt, aber man maximal 5 Punkte verdienen kann?

Es darf sich entwickeln. Erstmal haben wir jetzt jedenfalls eine denkbar einfache Lösung für den Fall, dass 8 oder mehr Leute ein spontanes Turnier spielen wollen. Alles, was es dann noch braucht, ist ein Laptop mit OpenOffice oder LibreOffice.

Hier geht’s zum Download: Turnierverwaltung Schweizer System (Alternativ als XLS-Datei, aber ohne Garantie, dass alles klappt, ich besitze kein Excel).

Übrigens ist die Datei auf Englisch, weil evtl. auch die internationalen Spieler*innen Interesse haben, und ich muss dann nicht alles zweimal machen.

29 Okt

Weltrangliste

Oh, den Artikel hab ich als Entwurf total vergessen, der liegt hier seit dem Discival! Ups! Na, so macht er uns Freude im Herbst. 🙂

Die Ergebnisse des Discivals zählten ja für die Weltrangliste, und die ist natürlich schon lange aktualisiert!
Es sind 11 neue Spieler drauf gekommen, was ich an sich schon toll finde, und das Discival findet damit internationale Anerkennung. Gut!

Hier die Platzierungen aller deutschen Spieler, die ich in der Open Division finden konnte (basierend auf den Turnieren in Deutschland und meinem Wissen darüber, dass manche der Leute dort aus dem Ausland angereist sind):

Rang
(DE/ Welt)
NamePunkteLetzte Turniere
1116Jan Muller121.76
germany.201708 (61.92)
wfdf.201707 (59.84)
2139Nils Drescher61.92
3157Greg Marter32.96
4164Marvin Brandau30.29
4164Fabian Senger30.29
6174Jonathan26.99
6174Dan Lustiger26.99
8176Markus Hein26.56
germany.201306 (20.61)
wfdf.201507 (5.95)
9189Phillipp Ludwig20.61
10191Malte Berghall18.3
10191Joscha Heinze18.3
12205Tobi Burzan14.05
12205Jan Schreck14.05
14214Jan Bass11.32
15216Marc Pestotnik9.69
wfdf.201507 (5.95)
wfdf.201707 (3.74)
16219Christian Kudrisch8.32
16219Martin Flick8.32
18236Bianca Strunz5.06
18236Kolja Hanemann5.06
18236Freddy Finner5.06
21250Torsten Baus3.16
22289Thomas Noetzel0.09
22289Mark Puttmann0.09
22289Heiko Surmann0.09
22289Raoul Judel0.09

Ihr seht also, ihr könnt mit der Teilnahme an einem einzigen Turnier direkt deutlich aufsteigen! 🙂

Coole Sache insgesamt! Das Discival wurde als B-Turnier eingestuft (A: sehr kleines Turnier, bis D: Weltmeisterschaft), vielleicht werden wir irgendwann nochmal ein C-Turnier, wenn die Szene groß genug geworden ist, um eine deutsche Meisterschaft zu rechtfertigen. Nächsten Sommer kann wieder gepunktet werden!!

26 Okt

Tipps zur Turnierplanung

Beim Discival gab es vorsichtige Ideen, auch anderswo ein kleines Turnier zu haben – aber natürlich schreckt das auch ab, wenn man nicht so genau weiß, wieviel Arbeit auf einen zukommt.

Ich dachte, ich schreibe aus meinen Erfahrungen aus 5 Jahren Discival mal auf, was ich wichtig finde, damit es möglichst einfach aber auch möglichst gut klappt.

Grundsätzliches

Bevor ich ein bisschen was zu der Turnierdurchführung als solches sage, mag ich in Stichpunkten festhalten, woran man denken sollte:

  • Werbung: Um das Turnier bekannt zu machen, veröffentlicht ihr es am besten hier (Mail an info@doubledisccourt.de), auf Facebook und auf der Wurfpost- und DDC-Mailingliste.
  • Anmeldung: Am wenigsten Wiggel hat man, wenn die Leute sich per Google-Formular eintragen können. Dann hat man alle Angaben schon zusammen (besonders wichtig: Mail-Adressen, um alle erreichen zu können).
  • Verpflegung: Die Leute essen deutlich weniger als man meint, und selbst getrunken wird nicht allzuviel, weil meist jeder sein Wasser mit hat. Bisschen Obst, ein paar Müsliriegel, ein Wasserhahn, mehr braucht es über den Tag gar nicht zwingend.
  • Felder: Man braucht im besten Falle halb so viele Felder wie Teams. Wenn man nur Platz für 4 Felder hat, können maximal 8 Teams antreten und immer spielen. Bei 9 Teams steht immer eins daneben und hat Pause. Flatterband kostet ca. 8€ für 100m, für ein DDC-Feld braucht man 104m (wenn man nur die beiden Courts legt) oder 138m (dann kann man das große Rechteck markieren und zwei Frontlinien setzen).
  • Unterbringung von Gästen: Die Entscheidung für ein Turnier wird leichter, wenn man weiß, wo man schlafen kann. Zimmer vorzuhalten ist optimal, aber mindestens ein Tipp für eine Jugendherberge oder eine Chance zum Zelten ist cool.
  • Zeiten: Je attraktiver das Turnier für Menschen von weiter weg sein soll, umso mehr muss man drauf achten, dass die An- und Abreise gut möglich ist, damit man nicht irre viele Übernachtungen braucht. Ich empfehle bei zwei Tagen, den ersten Tag von 13 – 19 Uhr zu haben, den zweiten von 9 – 15 Uhr. Bei einem Tag geht es eigentlich nur im Fenster von 11 – 16 Uhr.

Jetzt aber zum eigentlichen Turnier!

Zwei Tage Zeit

An zwei Tagen bietet sich an, eine Vorrunde zu spielen (jede mögliche Begegnung der anwesenden Teams) und dann Halbfinale und Finale.

Dafür gibt es auch wirklich praktische Lösungen online, zB http://tournamentscheduler.net, die liefern direkt alle Begegnungen aus. Zum Festhalten der Ergebnisse bevorzuge ich allerdings Papier: hier ist mein Turnierdokument mit Punktebögen für 6 bis 10 Teams.

Je nachdem, wie viel Zeit ihr einplant, kann man jede Begegnung einmal spielen (bis 15 Punkte) oder auch Hin- und Rückrunde (dann eher bis 11 Punkte). Zwei Drittel der Spiele passieren an Tag 1, das letzte Drittel und die Finalspiele am zweiten Tag.

Faustregel zur Zeitplanung: Ein Punkt dauert eine Minute, d.h. ein Spiel bis 15 geht so ungefähr ne halbe Stunde (da sind Auswürfe und Breaks schon eingerechnet). Finalspiele werden ja mit mehreren Sätzen gespielt (offiziell 5, wir bevorzugen 3), die dauern locker 45 bis 60 Minuten!

Ab 12 Teams müsst ihr darüber nachdenken, in zwei Pools zu spielen, und die besten 2 Teams pro Pool kommen ins Halbfinale!

Ein Tag Zeit

Wenn euer Turnier einen Tag Zeit hat, spielt ihr am besten nur nach Punktetabelle: Jede Begegnung einmal, und man vergleicht am Ende die Anzahl der Siege.

Bei gleicher Sieganzahl entscheidet der direkte Vergleich der beteiligten Mannschaften (hat eine von ihnen mehr gegen die anderen gewonnen?), wenn dann immer noch nicht entschieden werden kann, zählt der Nettopunktestand in den Spielen dieser Mannschaften.

Zur Verdeutlichung (es kommt nämlich oft vor, auch am Ende einer Vorrunde zum Finale):

Team A spielt 15:13 gegen Team B

Team B spielt 15:10 gegen Team C

Team C spielt 15:12 gegen Team A

Heißt:

Team A: +2 -3 = -1

Team B: +5 -2 = +3

Team C: -5 +3 = -2

Rangliste ist also B, A, C.

Andere Formate

Wer das ganze ein bisschen aufmischen will: ein Queen/King of the Court (jeder spielt einmal mit jedem) macht viel Spaß, und das Schweizer System ist auch super spannend! Dazu habe ich vor kurzem ein Dokument erstellt, dass einen automatisch da durch führt, das bekommt demnächst auch nochmal seinen eigenen Beitrag.

Turnierregeln

Als kleinen Service hier noch die wichtigsten Turnierregeln, die ich jedes Mal wieder erläutern oder selber nachschauen muss:

  • Die Winkelregel gilt für alle Scheiben, außer für jene, die vorwärts rotieren UND niedriger als 2,5m ins Feld reinkommen. Also flache Roller sind nicht winkelfähig (weil die eh meist ins Aus rollen).
  • Rollende Scheiben können noch doublen (aus Gründen der Fairness, denn sie können auch noch ins Aus gehen)
  • Die möglichen Calls sind
    • Travelling (Spieler läuft mit der Scheibe – beim Catch ergibt sich ein Kreis mit einem Durchmesser von 1m rund um den Spieler, den darf er nicht komplett verlassen)
    • Zeitspiel (das angreifende Team hat bei einem Patt, wo beide Teams die Scheiben halten, 4 Sekunden Zeit, wieder zu werfen)
    • Winkel (offiziell darf eine Scheibe nicht steiler als 30° aufkommen, real gespielt wird meist 45°. Der Call muss vor dem Aufkommen der Scheibe erfolgen)
    • Linienfehler (Ein Spieler berührt die Linie, ohne sie aber zu übertreten)ACHTUNG: Wirft man von außerhalb des Felds, auch nur mit dem kleinen Zeh (übergetreten), ist das kein Call, sondern sofort ein Punkt für den Gegner. Die Scheibe ist sofort tot (erzielt also keine Punkte mehr).
    • ACHTUNG: Wirft man von außerhalb des Felds, auch nur mit dem kleinen Zeh (übergetreten), ist das kein Call, sondern sofort ein Punkt für den Gegner. Die Scheibe ist sofort tot (erzielt also keine Punkte mehr).
  • Wird der Call akzeptiert, wählt das callende Team entweder, die Punkte so zu nehmen, wie sie passiert sind (und damit den Fehler zu ignorieren) oder aber die Regelverletzung offiziell zu machen und den Wechsel zu wiederholen. Bei der dritten offiziellen Regelverletzung und allen danach bekommt das Team, das den Call macht, sofort einen Punkt.
  • Sollten sich tatsächlich mal zwei Scheiben in der Luft treffen, gibt es Punkte für alle Scheiben, die in einem Court landen. Man will also fangen. Es wird kein Double gescored und es wird nicht weitergespielt. Wenn die Scheiben also im Aus landen oder im Court gefangen werden, passiert gar nichts (extrem überflüssige Regel!).

Alle Dokumente zur Turnierdurchführung sammle ich jetzt übrigens auch auf einer eigenen Seite mit Spielplänen!

Hab ich noch was vergessen? Gibt es noch Fragen? Schreibt gern in die Kommentare!!

30 Aug

Lektionen aus England

Spätestens während des Discivals wurde es deutlich: ich habe von der World Overall Flying Disc Championship in Basingstoke doch ein paar Sachen mitnehmen können, die das Spiel enorm verändern, und ich mag die sehr gern mit euch teilen.

‚Back‘ spielt immer ‚Back‘

Bislang haben wir Back und Front immer so gespielt, dass diese Rollen sehr flexibel sind. Wir haben die Scheiben abwechselnd gefangen (weil man sich ja nicht bewegen darf, wenn man selber noch eine Scheibe hat), und je nachdem wo die Scheibe so ankam, war man dann eben Back oder Front, und als Back sollte man Ansagen machen.

Doug Korns, mit dem ich in Basingstoke gespielt habe, hat mir erläutert, dass das nicht vollständig ist: In den Situationen, wo man beide Scheiben geworfen hat (man also gerade angreift), sollte man wieder die Positionen gemäß der Rollen einnehmen! Beide Spieler sind frei, also läuft Front nach vorne und Back nach hinten, und nimmt die erste Scheibe die kommt. Egal wer als letztes geworfen hat, die Rollen werden eingehalten: Back nimmt die lange, Front die kurze.

Das sorgt für mehr Klarheit, und für eine Spezialisierung von beiden Spielern: Back passt immer auf und plant, und Front bewacht die Grundlinie und bereitet sich darauf vor, die zweite Scheibe gut zu verwalten, sie also entweder schnell loszuwerden oder zu melken.

Das ist insbesondere wichtig, wenn man warten darf (die andere Mannschaft also auflösen muss, wenn die Scheiben beide gehalten werden). Anstatt lange zu gucken, wie der Angriff so klappt, wird sofort in die Positionen gelaufen, damit man am Start ist für einen eventuellen Gegenangriff.

Einige Spieler aus Bielefeld sind richtig geflasht davon, was für einen Unterschied diese eine Sache macht…

Gute Kommandos

Back soll ja Ansagen machen, und dafür kenne ich mittlerweile 3 verschiedene Systeme:

  1. Go/ Melken/ Tipp – so haben wir immer gespielt, und das klappt gut. Ruft der Back-Spieler Go, soll Front sich beeilen mit seiner Scheibe (Schritt drauf zu, schnell werfen). Ruft er Melken, soll Front Zeit rausschinden (nach hinten bewegen, tief fangen). Ruft er Tipp, soll Front nach dem Tipp fangen und werfen.
  2. Zählen – bei einem Training vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass das Anzählen der Scheibe eigentlich alle Infos beinhaltet, die man braucht. Genauere Infos zu beiden Varianten finden sich hier.
  3. Du oder Ich – Noch reduzierter ist die Variante, dass nur noch gerufen wird, wer seine Scheibe zuerst bearbeiten soll. Dabei ruft ein Spieler (meistens Back) einfach „Ich!“, wenn seine Scheibe zuerst ankommt, und „Du!“, wenn die andere zuerst ankommt. Der Spieler, der die erste Scheibe verwaltet, sagt dann im richtigen Moment entweder „Tipp“ oder eben „Weg!“, wenn er sie losgeworden ist. Das erfordert aber eine gute Kenntnis der möglichen Wege, den Escape zu machen und schnelle Reaktionen – dafür muss man weniger Absprachen treffen!

Diese Varianten sind kombinierbar, und ich glaube Du/Ich könnte gut klappen, wenn man dabei noch zählt..

Tipp für Anfänger*innen

Übt vor allem, die erste Scheibe immer anzuzählen und „Weg!“ zu rufen, wenn ihr sie los seid. Dadurch ist schon deutlich mehr Information für alle vorhanden.

Außerdem lohnt es sich, Escapes zu üben: 5x Go, 5x Melken, 5x Tipp, einfach damit es zur Routine wird. Dauert 15 Minuten und ist Gold wert.

Mit Wind und Wetter umgehen

Die Bedingungen in Basingstoke waren nicht ganz einfach, und ich war sehr beeindruckt davon, wie die Pro-Spieler*innen sich davon kaum beeindrucken haben lassen.

Neben Handschuhen mit viel Grip waren dafür vor allem zwei Sachen verantwortlich:

Sehr, sehr konsequent wurde die Wurfart an den Wind angepasst: der Wind muss die Scheibe von oben treffen, damit er sie nicht packen kann. Bei Wind von links spielt man (als Rechtshänder) also die Hyzer-Kurve über rechts. Bei Wind von rechts spielt man entweder die Anhyzer-Kurve über links oder die Vorhand über links (letztere hat den Vorteil, dass sie nicht rollt). Die Linkshänder machen es genau andersrum.

Außerdem ist die Ausführung des Wurfs wichtig. Mir war das vorher nicht so klar, wie wichtig das ist, aber:

Wind = Viel Spin und steilere Kurven

Flache Kurven neigen zum Segelflug, und genau das will man nicht. Relativ steile Scheiben bleiben in ihrer Spur und fliegen einfach schneller (fast wie ein Ball).

Viel Spaß beim Ausprobieren dieser zwei Kniffe!!

27 Aug

Discival 2017 – Nachbericht

Wow, was für ein tolles Turnier! Discival ist immer gut, aber dieses Jahr gab es eine strategische Tiefe, eine spürbare Entwicklung hin zu einem besseren Spiel. Sehr stark!

Hier die Ergebnisse:

King of the Court:

1. Jan Müller, 2. Nils Drescher, 3. Hans Krens, 4. Joscha Heinze / Christian Kudrisch, 6. Marvin Brandau, 7. Michiel van de Leur / Fabian Senger, 9. Malte Berghäll, 10. Heiko Surmann, 11. Martin Flick / Mark Püttmann

Accuracy

1. Fabian Senger (11 Treffer), 2. Michiel van de Leur / Marvin Brandau/ Christian Kudrisch (10), 5. Hans Krens (9), 6. Jan Müller (8), 7. Nils Drescher (7), 8. Malte Berghäll (5), 9. Joscha Heinze / Martin Flick (4), 11. Mark Püttmann

Self Caught Flight (MTA)

1. Nils Drescher (6:83“), 2. Jan Müller (6:75“), 3. Hans Krens (5:78“), 4. Michiel van de Leur (5:60“), 5. Malte Berghäll (5:50“), 6. Christian Kudrisch (4:97“), 7. Fabian Senger (4:91“), 8. Marvin Brandau (4:72“), 9. Joscha Heinze (4:37“), 10. Mark Püttmann (4:09“), 11. Martin Flick (1:97“)

Turnierformat:

1. Nils Drescher & Jan Müller, 2. Hans Krens & Michiel van de Leur, 3. Fabian Senger & Marvin Brandau, 4. Joscha Heinze & Malte Berghäll, 5. Martin Flick & Christian Kudrisch, 6. Mark Püttmann, Heiko Surmann & Lars Senska

Aus dem KotC (zählte ⅓) und dem Turnier mit festen Teams (zählte ⅔) ergibt sich folgende Discival-Gesamtwertung:

Gesamtwertung

1. Jan Müller

2. Nils Drescher

3. Hans Krens

4. Michiel van de Leur

5. Joscha Heinze / Marvin Brandau

7. Fabian Senger

8. Christian Kudrisch

9. Malte Berghäll

10. Martin Flick

11. Heiko Surmann

12. Mark Püttmann

In der Gesamtwertung sind nur Spieler, die beim KotC und dem festen Turnier mitgespielt haben.

Meine persönlichen Eindrücke habe ich in diesem Video zusammengefasst. Spoiler: Ich bin enorm glücklich. 😊

Meinen liebsten Dank an alle Gäste, es war eine große Freude!! Außerdem natürlich wieder einen großen Dank an den TuS Ost, durch den wir die tolle Location bekommen konnten!